Probengeber für die Gaschromatographie

Inhalt
- Eigenschaften und Vorteile
- Funktionsprinzip und Flußschema
- Konventionelle Technik vs. "in vial purging"
- Mikrogepackte Trap
- Kryofokussierung mit LN2, CO2 oder Peltier
- Verfügbare Wasserfallen
- Analytische Leistungsdaten
- Methodenerstellung
- Technische Daten
Eigenschaften und Vorteile
- entwickelt für die Spurenanalyse von VOCs in Wasser und Trinkwasser mit Nachweisgrenzen im ppt-Bereich
- "in vial purging" durch direktes Austreiben der Analyten aus der Probenflasche
- 20 St. Probenflaschen 20ml; für feste und flüssige Proben (Wasser, Öle, Papiere, Folien, Gewürze...)
- entsprechend der neuen Trinkwasserverordnung "TrinkwV" DIN EN ISO 15680 bestens bewährt
- mikrogepackte 1/16" Trap für exzellente Peakformen und Nachweisgrenzen
- analytabhängiges häufiges Wechseln der Trap entfällt
- Cryo-Trap mit LN2, mit CO2 oder mit Peltierkühlung
- hervorragende Wasserfallentechniken für polare und unpolare Substanzen mit sehr hoher Abscheiderate von 99.9%;
- für alle Kapillartrennsäulen mit einem Innendurchmesser von 0.15 bis 0.53 mm
- größtmögliche Sicherheit vor Systemverunreinigungen durch integrierten optischen Schaumsensor
- totvolumenfreie Konstruktion mit inerten Glas-VA-Rohren und kleinstmöglichen Oberflächen
- optimiertes Flash-Heating-System garantiert eine perfekte Desorption der Analyten von der Trap auf die Trennsäule
- direkt (z. B. HP6890, Shimadzu 17A, Fisons Mega/Vega) oder über Trasferline an jeden GC adaptierbar
- umfangreiches Eigendiagnosesystem mit Überwachungssensorik und manueller Steuerung der Einzelfunktionen; 30 Methoden speicherbar
- geringe Aufstellfläche von 41 x 33 cm (B x H)
- service- und wartungsfreundlicher Aufbau bei hoher Systemzuverlässigkeit
- hoher Probendurchsatz bei geringem Personalaufwand sichert eine schnelle Amortisierung Ihrer Investition
- kompaktes Purge and Trap System - "made in Germany"
Funktionsprinzip und Flußschema
Das neuartige Purge and Trap Gerätekonzept
erlaubt erstmals ein direktes Austreiben von flüchtigen Substanzen aus
20ml Probenflaschen, die mit festen oder flüssigen Proben gefüllt sein
können. Dazu wird die Probenflasche in eine beheizte Probenaufnahme
eingebracht, wobei eine lange und eine kurze Nadel durch das die
Probenflasche verschließende Septum gestochen wird. Das Trägergas
strömt durch die lange Nadel ein und führt alle flüchtigen Substanzen
durch die kurze Nadel ab. Die ausgetriebenen Substanzen werden
anschließend in einer mikrogepackten Trap durch Kryofokussierung
aufkonzentriert und durch schnelle thermische Desorption von der Trap
auf eine gaschromatographische Kapillarsäule quantitativ überführt.
Durch das sichere Abscheiden des mit den Analyten ausgetriebene Wasser
in einer geeigneten Wasserfalle können neben dem einfachen FID auch
sehr empfindliche Detektortypen wie MS oder AED zum Einsatz kommen.
Über eine austauschbare Probenschleife können zusätzlich interne
Standards oder Reagentien zur Derivatisierung nichtflüchtiger
Substanzen reproduzierbar in die Probenflaschen zudosiert werden. Nach
dem Abarbeiten einer Probe werden die Nadeln und die Wasserfalle mit
Trägergas rückgespült, wodurch Verunreinigungen und Wasser aus dem
System entfernt und Verschleppungen verhindert werden.
Konventionelle Technik vs. "in vial purging"
Nachfolgende Gegenüberstellung der konventionellen Purge and Trap
Technik mit dem "in vial purging" des PTA3000 zeigt als besonderen
Vorteil den optimierten Gaslauf während des Purgevorgangs:
Mikrogepackte Trap
Die mit dem Purge and Trap System PTA3000 erreichbaren Trennleistungen und niedrigen Nachweisgrenzen basieren vor allem auf dem sehr kleinen Adsorbensvolumen der mikrogepackten Trap. In der stabilen Trap mit einem Außendurchmesser von 1/16" können unterschiedliche Adsorbentien (Chromosorb G HP, Tenax TA, ....) mikrogepackt werden. Mit allen Traps können unterschiedliche Substanzen sicher und reproduzierbar getrapt werden, wodurch der Einsatz von analytspezifischen Adsorbentien entfällt. Die minimale thermische Masse der Trap ermöglicht ein schnelles thermisches Desorbieren mit ca. 900°C/min, wodurch ausgezeichnete Peakformen erzielt werden.Kryofokussierung mit LN2, CO2 oder Peltierkühlung
Die während des Purgevorgangs ausgetriebenen Substanzen werden auf der mikrogepackten Trap durch Kryofokussierung aufkonzentriert. Die Kühlung der Trap wird durch verschiedene Kühltechniken erreicht:- flüssiger Stickstoff LN2: - 160°C, 10l Dewar
- flüssiges Kohlendioxid CO2: -65°C, CO2-Flasche
- Peltierkühlung:
-35°C, mit Kühlaggregat und Sensorüberwachung
Verfügbare Wasserfallen
Bei der Analyse von Wasser oder Trinkwasser ist die
Wasserabscheidung nach dem Purge-Vorgang von großer Bedeutung.
Entsprechend den nachzuweisenden Substanzen kann die Abscheidung des
Wassers analytabhängig mit unterschiedlichen Wasserfallentechniken
erfolgen:
- PWT Peltier Wasserfalle: für polare Substanzen
- CWT
Chemische Wasserfalle: für unpolare Substanzen
- MWT Membran
Wasserfalle: für unpolare Substanzen
- keine: für alle Substanzarten, für absolut trockene Proben
Die Wasserfallen halten reproduzierbar bis zu 99,98% Wasser zurück und ermöglichen somit eine perfekte Chromatographie. Da alle Wasserfallen auf der Geräteoberseite installiert werden, ist ein einfacher Austausch möglich.
NEU Mit der neuen Funktion "TransferTime" gelangt deutlich weniger Wasser auf den Detektor.
Analytische Leistungsdaten
Die Leistungsdaten basieren vor allem auf der kleinen Trap, der Kryofokussierung, den kleinen Oberflächen, kurzen Gaswegen und dem "in-vial-purging". Die Performance des Systems wird nachfolgend mittels Chromatogrammen und der Liste aller nachweisbaren Substanzen gezeigt:
- Chromatogramm 1: Substanzen aus US
EPA524.2, 2ppb in H2O, FID
- Chromatogramm 2: Validierung Vinylchlorid, 100ppt, 0.1ppt
- Allg. Substanzliste gemessener Substanzen
- Substanzliste Olivenöl
- Analysen mit interner Probenschleife
- div. Fachartikel
Wir können Sie bei unterschiedlichen Problemlösungen beraten und Ihnen Chromatogramme aus den Bereichen Lebensmittel-, Papier-, Kunststoff- und Wasseranalytik zusenden.
Methodenerstellung
Das intuitive Editieren der Methoden erfolgt dialoggeführt direkt am PTA3000 mit Hilfe der Folientastatur oder aber mit Hilfe des Methodeneditors PTAWIN am PC. Es können bis zu 30 Methoden im Probengeber gespeichert werden. Die möglichen Methodenparameter und die entsprechenden Eingabegrenzen werden aus der PTAWIN-Eingabemaske bzw. dem Eingabefeld ersichtlich.

Technische Daten
| Probenflaschen: | Anzahl: 20; Volumen: 20ml; Abmessungen: D=23mm; H=79mm; Septen: Silikon-PTFE (ultra low bleed) |
| Trap: | Durchmesser: 1/16" GLT-Rohr; unterschiedliche Adsorbentien (Chromosorb, Tenax...) |
| Schnittstellen und Steuerleitungen: | RS232; GC-Ready; GC-Start; PTA-Ready |
| Elektr. Steuerung / Datenanzeige: | 16bit Prozessor; 512k RAM; 128k ROM; Grafikdisplay 240x128 Pixel |
| Aufstellbedingungen: | Stromversorgung: 230V; 50 Hz; Leistungsaufnahme: 450VA; Gewicht: 20 kg; Abmessungen: 41 x 33 x 39 cm (BxHxT); Umgebungstemperatur: 15-25°C |
| GC-Anschluß: | über Transferline oder Direktanschluß |
| Hilfsgase: | Trägergas: He 5.0; LN2 oder CO2; N2 trocken |




